Sammlung
Im Zentrum des Panorama Museums steht das Monumentalgemälde von Werner Tübke. Darüber hinaus verfügt das Museum über eine umfangreiche Sammlung an zeitgenössischer Kunst, die sich aus Druckgrafik, Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Pastellen und Plastiken zusammensetzt. Die meisten Arbeiten wurden durch Kauf erworben. Hinzu kommt eine Auswahl von Dauerleihgaben des Freistaates Thüringen und der Oberfinanzdirektion Berlin. In der jüngsten Zeit wurden dem Panorama Museum aber auch Schenkungen zu Teil, die in Sonderausstellungen dem Publikum bereits vorgestellt wurden.
Der Anfang der Sammlungstätigkeit des Museums datiert auf das Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts und erstreckt sich bis in die heutige Zeit. In den ersten Jahren war die Sammlung auf Kunstwerke speziell zur Bauernkriegsthematik ausgerichtet. Den Grundstock dieses Bestandes bilden Gemälde und Grafiken wie zum Beispiel das Polyptychon „Der Große Deutsche Bauernkrieg“ (1974) von Heinz Zander oder das Gemälde „Vision zum Bauernkrieg“ (1976) von Willi Neubert. In der Grafikkassette „Zum 450. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges 1975“ setzten sich eine Vielzahl von Malern und Grafikern mit der Thematik des Bauernkrieges künstlerisch auseinander. Weiterhin wurde das Augenmerk auf regionale Künstler gerichtet. So existiert im Panorama ein kleiner aber schöner Bestand mit Arbeiten von Werner Haselhuhn.
Sind die ersten Zugänge hauptsächlich Geschenke des Ministeriums für Kultur der DDR gewesen, so bildete sich Ende 1978 durch einen nun kontinuierlichen und regen Ankauf ein weiterer Sammlungsschwerpunkt mit Arbeiten von Werner Tübke heraus. Dieser Aspekt nimmt in der Bestandsbildung den wichtigsten Platz ein. Mittlerweile besitzt das Panorama Museum neben dem Monumentalgemälde eine Vielzahl von Arbeiten von Werner Tübke. Besonders hervorhebenswert ist dabei, dass fast das komplette druckgrafische Werk des Malers vorhanden ist. Ebenfalls in dieses Spektrum hinein gehören die Arbeiten zum Bühnenbild der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Aus dem Bestand der Tübke-Gemälde sollen hier noch beispielgebend das Frühwerk „Fünf Erdteile“ (1958), die Tafel „Ende der Narrengerichtsbarkeit“ (1978) und die „Dr. jur Schulze“-Fassungen I und V genannt werden. Aus der von Werner Tübke mit begründeten „Leipziger Schule“ gingen Künstler hervor, die in der Sammlung inzwischen eine feste Größe bilden, so Heinz Zander, Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Horst Sakulowski. Das Museum ist bestrebt, in Abhängigkeit von den finanziellen Möglichkeiten, diesen Sammlungsschwerpunkt zu erweitern und auszubauen.
Neben Ankäufen bilden Schenkungen einen weiteren wichtigen Teil der Sammlung. Zwei bedeutende Schenkungen sind die Sammlung Albert-Leo Troost und Fabius von Gugel. Der Schenkung Fabius von Gugel ging eine Sonderausstellung des Künstlers im Panorama Museum 1998 voraus. Nach der Exposition entschloss sich der Künstler, dem Panorama Museum einen Großteil seines malerischen und grafischen Werkes zu übereignen.
Ähnlich gelagert war der Werdegang der zweiten großen Schenkung, der Sammlung von Albert-Leo Troost. Der Sammler Troost wurde durch Ausstellungen tschechischer und slowakischer Künstler (zum Beispiel Albín Brunovský, Aleš Veselý und Jiří Anderle) im Panorama Museum auf dieses aufmerksam. Im August 2001 übereignete er dem Museum eine umfangreiche Sammlung von Druckgrafiken zeitgenössischer tschechischer und slowakischer Kunst.
Auch Sonderausstellungen gaben der Sammlungstätigkeit neue Impulse. So übereigneten nicht wenige der ausstellenden Künstler dem Museum gleichfalls ein oder zwei Arbeiten. Die damit verbundene Sammlungserweiterung wird durch Ankauf weiter ausgebaut. Künstler wie Albín Brunovský, Jiří Anderle, Enrico Colombotto Rosso, Samuel Bak oder auch Sammler und Galeristen wie Gisela und Hans-Peter Schulz aus Leipzig, die das Ausstellungsprogramm des Museums ebenso mit Sympathie verfolgten und Schenkungen an das Museum gemacht haben, sollen hier stellvertretend genannt sein.
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Werner Tübke
Ende der Narrengerichtsbarkeit, 1978 |
Werner Tübke
„Der Freischütz“ – Spielvorhang |
Werner Tübke
„Der Freischütz“ – Erster Aufzug |
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Werner Tübke
„Der Freischütz“ – Zweiter Aufzug |
Werner Tübke
Undurchsichtige Rechtsprechung, 1978 |
Werner Tübke
Bildnis einer Russin mit Kopftuch, 1962 |
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Werner Tübke
Zeichnung zu einem berittenen Feldhauptmann, 1977 |
Werner Tübke
Frau mit Pelzmütze, 1967 |
Werner Tübke
Triptychon [Im Ring (linker Flügel), |
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Werner Tübke
Zug der Pestkranken, 1981 |
Werner Tübke
Auferstehung II, 1985 |
Werner Tübke
Verkündigung der Aufstände, 1980 |
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Werner Tübke
Auf dem weissen Berg, 1981 |
Werner Tübke
Pilatus und Narr, 1981 |
Werner Tübke
Ende der Narrengerichtsbarkeit, 1981 |
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Werner Tübke
Verkündigung, 1978 |
Werner Tübke
Freiheitsgedanke, 1978 |
Werner Tübke
Allstedt, 1978 |
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Werner Tübke
Beweinung, 1979 |
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Heinz Zander
Das germanische Lurenkonzert …, 1985 |
Heinz Zander
Die Lehre von der Begreifbarkeit, 1985 |
Heinz Zander
Lob der Scheuche …, 1985 |
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Heinz Zander
Der große deutsche Bauernkrieg II, |
Heinz Zander
Der große deutsche Bauernkrieg II, |
Heinz Zander
Der große deutsche Bauernkrieg II, |
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Heinz Zander
Der große deutsche Bauernkrieg II, |
Heinz Zander
Der große deutsche Bauernkrieg II, 1974 |
Heinz Zander
Studie zum Bauernkrieg, 1971 |
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Fabius von Gugel
Tod eines Unzeitgemäßen, 1984 |
Fabius von Gugel
Triumph der Verfolgung, 1951 |
Fabius von Gugel
Triumph der Liebe, 1951 |
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Fabius von Gugel
Andromeda als Aschenbrödel (zu „Aschen-Brödel), 1946-48 |
Fabius von Gugel
Trennung von Licht und Finsternis, 1950 |
Fabius von Gugel
Der Morgen, 1952 |
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Fabius von Gugel
Der Jäger schläft, 1997 |
Fabius von Gugel
Der Jäger schläft, 1997 |
Bronzeinstallation auf dem Vorplatz
Das Museum, das 1989 als Torso eröffnet wurde, konnte seit 1996, Dank der Aufnahme in das sogenannte „Leuchtturm-Programm“ der Bundesrepublik, kontinuierlich aus- und umgebaut werden. Ausstellung-, Depot- und Büroräume, Eingangsfoyer und ein Restaurant bildeten den Anfang. Im Jahr 2009 wurde der Vorplatz des Museums baulich fertig gestellt. Die gestalterische Vollendung erfuhr dieser durch die Aufstellung von Bronzeplastiken der holländischen Künstlerin Lotta Blokker im Jahr 2010. Finanziert aus Projektmitteln des Landes und einer Eigenbeteiligung des Panorama Museums gehört die Realisierung des Figurenensembles zu den größten vom Land Thüringen unterstützten Skulpturenprojekte im öffentlichen Raum seit mehreren Jahren.
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Albin Brunovsky
EVA PRIMA PANDORA, 1979 |
Gerhard Goßmann
Kampf der Bauern gegen die Ritter, 1975 |
Ana Kapor
Nachtstück, 2008 |
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Rolf Muenzer
Zum Großen Deutschen Bauernkrieg, 1974 |
Heinz Plank
Atmosphärische Begegnung, 1978 |
Heinz Plank
Zeichen im Grau, 6/1995 |
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Heinz Plank
Abend-Gedichte, 1/2000 |
Enrico Colombotto Rosso
Figur vor rotem Grund, 1996 |
Horst Sakulowski
Studie zu Tod und Papst, 1983 |
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Horst Sakulowski
Ein römischer Totentanz (aus der Reihe Variationen mit dem Tod), |
Volker Stelzmann
Gedenkblatt für Jörg Ratgeb, Grafikmappe „Zum 450. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges 1975“, 1975, |
Dieter Weidenbach
Diptychon, 1973/74 |
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Dieter Weidenbach
Diptychon, linke Tafel: Der Geschundene, 1973/74 |
Dieter Weidenbach
Diptychon, rechte Tafel: Die Versuchung des Malers Mathias Grünewald, 1973 |
Kontext
Ausstellungen
Umbau / Vorschau
04.02.2013 bis 28.06.2013
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Agostino Arrivabene - To pathei mathos
29.06.2013 bis 20.10.2013
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Veranstaltungen
24.05.2013 20:00 Uhr
Casey Shea stammt aus New York und mischt dort seit einigen Jahren die Indie-Rockszene auf. Seine Songs mal gradlinig-rockig, dann eher poppig-verspielt, sind stets sehr melodiös, atmen diese amerikanische Weite und wurzeln zudem noch knietief in der amerikanischen Rootsrocktradition der frühen 1970er bis 1990er Jahre.
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Frühjahrssemester 2013: Nachdem sich die Kursteilnehmer im vergangenen Herbstsemester dem Farbholzschnitt widmeten, steht nun das beginnende Semester ganz im Zeichen der Öl-Malerei. Dieses Mal soll eine Kopie eines selbst ausgewählten Kunstwerkes ausgeführt werden, denn über den Nachvollzug erschließt sich ein Werk
Weiterlesen … KURS „BILDNERISCHES GESTALTEN“31.05.2013 20:00 Uhr
Soll das schon alles gewesen sein? Eine Zweckheirat ohne Gefühle? Eigentlich könnten Angèle und Tony mit dem Wenigen zufrieden sein, das eine solche Beziehung böte. Denn das Leben hat ihnen schon Schlimmeres beschert.
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